Weinberge im Kraichgau

Lage und Klima

Anbaugebiet Baden

Baden ist das südlichste Weinbaugebiet Deutschland, das etwa 15% der jährlichen deutschen Gesamtproduktion erzeugt. Badische Weine sind je nach Herkunft besonders elegante, süffige und bekömmliche Kneipweine, die Böden sind vielgestaltig. Und da gibt es eine Vielfalt von Weincharakteren bestimmt durch unterschiedlichstes Klima, viele verschiedenartige Böden, Lagen und Rebsorten.

Da das Klima in Baden wärmer ist als anderswo in Deutschland wurde das Gebiet zu den französischen Weinbaugebieten der Zone B eingeteilt. Die Liste der angebauten Rebsorten ist lang und wird von Müller-Thurgau, Ruländer und Gutedel angeführt.

Dass es von Bereich zu Bereich beträchtliche Unterschiede in der Art der Weine gibt, liegt wohl nicht zuletzt auch daran, dass sich das Badische Weinbaugebiet über eine Länge von etwa 300km vom Main bis zur Schweizer Grenze erstreckt. Ein Teil davon bildet der Kraichgau.

Der Kraichgau

Die Reblagen des Kraichgaus liegen verstreut auf die große tektonische Mulde zwischen dem Schwarzwald und dem Odenwald. Sie werden begrenzt durch ein Dreieck zwischen der Weinstadt Rauenberg im Norden, der Gemeinde Gemmingen im Osten und der Stadt Karlsruhe im Süden.

Der Kraichgau ist ein flaches Hügelland mit einem ruhigen Wechsel von Feld und Mischwald, Weinbergen, Obstgärten, Wiesen und breiten Tälern. Die Rebanlagen stehen hier zwischen 120 und 330 Meter Höhe. Auch der Kraichgau hat in der Zone des Abfalls zur Rheinebene auf der Achse Heidelberg-Bruchsal-Karlsruhe recht günstige Klimabedingungen. Nach Osten und Südosten zum Raum Pforzheim hin bietet das Klima etwas weniger Wärme. Bei mittleren Niederschlägen von etwa 750 bis 850 Liter/qm erreicht die Zahl der Sonnenstunden nicht ganz die Werte der nördlich angrenzenden Bergstraße. Die Sonnenscheindauer liegt jedoch höher als in vielen anderen deutschen Weinbaugebieten. Nur die im Westen benachbarte pfälzische Mittelhardt (Neustadt) und Franken (Würzburg) erreichen ähnliche günstige Werte.

Die Rebböden

Die Rebböden des Kraichgauer Hügellandes sind aus Keuper, Muschelkalk und aus Buntsandstein gebildet. Vielerorts zeigen diese Böden eine Lössauflage oder Beimengungen von Löss. Die aus dem Muschelkalk hervorgegangenen Böden sind Lehmmergel oder tonige Kalkmergel, die teils einen beträchtlichen Steingehalt aufweisen.

Die Weißweine

Die Weißweine des Kraichgaus werden hauptsächlich von den Sorten Müller-Thurgau, Riesling sowie Grauer Burgunder und Weißer Burgunder gewonnen. Rote Sorten haben derzeit 18 Prozent der Fläche inne. Hier dominieren Spätburgunder und Schwarzriesling. Portugieser und Lemberger runden mit kleineren Flächen das Angebot der Rotweine ab.

 

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